Gefühle die gar nicht dir gehören -  transgenerationale Traumata

Gefühle die gar nicht dir gehören - transgenerationale Traumata

 

Woher kommt es, wenn ein Kind mit gerade einmal zwei Jahren immer wieder Krieg spielt? Wenn Menschen Träume haben, die sich nicht einordnen lassen – Bilder, Ängste oder Gefühle, die scheinbar „nicht zu ihnen passen“? Warum geraten manche Frauen wie Männer  immer wieder an Partner, die Gewalt ausüben, unterdrücken, manipulieren oder toxische Dynamiken leben? Warum folgen manche Menschen blind Autoritäten, obwohl innerlich etwas dagegen spricht? Warum tragen Menschen Ängste in sich, ohne zu wissen, woher sie kommen? Oder fühlen sich wie Opfer, obwohl ihre eigentliche Natur kraftvoll und klar ist? 

 

Nicht alles, was wir fühlen, beginnt tatsächlich bei uns selbst. Manchmal wirken in uns Erfahrungen weiter, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Erfahrungen von Krieg, Verlust, Gewalt, Unterdrückung, Flucht, Hunger, Schuld, Angst oder tiefer Ohnmacht.

Man spricht hier von transgenerationalen Traumata.

Traumatische Erfahrungen beeinflussen nicht nur die Menschen, die sie unmittelbar erlebt haben. Sie wirken oft unbewusst weiter – über Erziehung, Bindung, Verhalten, Familiendynamiken, Glaubenssätze, Nervensysteme und manchmal sogar über Körpersprache und unausgesprochene Ängste.

Kinder spüren mehr, als wir glauben. Sie übernehmen Spannungen, Gefühle und Überlebensstrategien ihrer Eltern oder Bezugspersonen. (Dazu gehören oft auch Oma und Opa). Denn für ür Kinder ist Bindung existentiell, sie passen sich an und nehmen das, was sie bekommen um die Bindung aufrecht erhalten zu können. Zu dem gehören auch die Gefühle der Eltern - seien sie positiv oder negativ. Seien sie offensichtlich oder unterdrückt. Im Fachjargon Introjekte genannt. Man Identfiziert sich mit Themen der Eltern, glaubt dieses Gefühl dazu ist das eigene. 

Ich schreibe das hier aus eigener Erfahrung und aus meinem eigenen Heilungsweg. Die Erkenntnis: "ich bin unschuldig" folgte einer jahrelangen Hinwendung zu mir selbst. Viele Introjekte, Verstrickunge konnte ich schon identifizieren, und wer sagt er ist in seinem Leben schon völlig angekommen - ich denke der irrt. Und ich kann von mir behaupten: wenn ich schon früher gewusst hätte, wie man solche Verstrickungen wirklich in den Frieden führt, hätte ich mir viel Sucherei und Aufstellungen erspart. 

Was sind Introjekte?

Introjekte sind übernommene innere Überzeugungen, Gefühle oder Sichtweisen, die ursprünglich gar nicht zu uns gehören.

Zum Beispiel:

  • „Ich darf nicht auffallen.“
  • „Ich muss stark sein.“
  • „Ich bin verantwortlich für andere.“
  • „Gefühle sind gefährlich.“
  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich darf mich nicht wehren.“
  • „Ich muss funktionieren.“

Oder auch tiefere emotionale Zustände wie: Scham. Schuld. Angst. Ohnmacht. Minderwertigkeit. Mann fühlt sich als Opfer, obwohl man gar keines ist. Hat Probleme mit der Sexualität obwohl es keinen wissentlichen Vorfall gab. Es zeigen sich Trigger die einen immer wieder den Boden unter den Füßen wegziehen. Und wie wir ja alle wissen - können wir ja dankbar sein für die Trigger die uns zeigen, wo wir bei uns SELBST noch schauen dürfen. 

Das Schwierige daran ist: Wir halten diese Gedanken und Gefühle oft für unsere eigene Wahrheit. Dabei wurden sie ursprünglich vielleicht von Eltern, Großeltern oder anderen Bezugspersonen übernommen, die selbst traumatische Erfahrungen gemacht haben. Viele Kriegsgenerationen haben nie gelernt zu fühlen. Sie mussten funktionieren, verdrängen, still sein, weitermachen, egal was sie erlebt und durchgemacht haben.

Wie viel Leid wurde Frauen über Jahrhunderte hinweg zugefügt? Hexenverbrennungen, Unterdrückung, Gewalt, Ausschluss, Missbrauch von Macht.
Wie viele Menschen lebten in Angst, verfolgt zu werden, wenn sie ihre Wahrheit ausgesprochen haben? Und wie viele Generationen tragen bis heute unbewusst diese Erfahrungen in sich?
Traust du dich leben, was in dir steckt - sprichst du deine Wahrheit aus? Du merkst es, wenn irgendwas ist, was gesehen werden will, denn es fühlt sich schwer an.

Wie eine diffuse Angst oder eine  innere Anspannung. Vielleicht ein ständiger Kampf, Ablehnung oder irgendein Extrem in eine Richtung. 
Das Gefühl, sich selbst nicht wirklich leben zu können – ohne genau erklären zu können, warum.

Und hier darf man genau hinsehen und Schritt für Schritt erforschen. Schauen, was tatsächlich zu einem selbst gehört oder übernommen wurde. Denn Introjekten bzw. symtiotischen Verstrickungen begegnet man anders als eigenen Anteilen.
Fremde Gefühle kannst du nicht in dir heilen, doch du kannst sie entlarven und so in Frieden damit kommen. Und das Schöne dabei ist, du machst es nicht nur für dich, sondern für 7 Generationen vor dir und 7 Genereationen nach dir. 

Alte Schutzmechanismen werden sichtbar und werden nicht mehr gebraucht und mit jedem Schritt entsteht Verbindung zum eigenen Wesen. Zu dem Menschen der man wirklich ist. 
Und langsam entsteht wieder Verbindung zum eigenen Wesen.

Bewusstwerdung bedeutet nicht, Schuldige zu suchen. Es geht um Verantwordungsübernahme und um Erkennen was weitergetragen wurde und was du selbst erfahren hast. 

Dank meiner Ausbildung  bei Nadja Lasko (SSTT-Spirituell somatische Traumatherapie) kann ich mein Erfahrenes weitergeben und in meine bisherige Arbeit integrieren. 
In Einzelsitzungen oder in meinem Workshops werden solche Verstrickungen sichtbar. Und es ist jedes Mal berührend was sich wandeln darf.
Und das Beste ist: es muss nichts groß besprochen und systematisch zerlegt werden, es schmerzt nicht und es braucht keine 20 minütige Atemtechnik um in irgendeinen Trancezustand zu kommen, meist geht es sogar unglaublich leicht und manchmal etwas schwerer...die Themen werden fühlbar und so integrierbar. 



Alles Liebe - Romana

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