Chakraarbeit und Trauma – zwischen Loslassen und echter Heilung

Chakraarbeit und Trauma – zwischen Loslassen und echter Heilung

In der Energiearbeit spricht man oft davon, Blockaden zu lösen und den Fluss wiederherzustellen. Das klingt oft so einfach.
Doch was ist damit eigentlich gemeint? Was löst sich da wirklich – und auf welcher Ebene? Und wie hängt das mit Trauma zusammen?

 Ist es tatsächlich so, dass sich Dinge einfach „lösen“, wenn man energetisch arbeitet? Oder braucht es mehr, um wirklich in eine tiefe, nachhaltige Heilung zu kommen?

„Ich hab kein Trauma – warum soll sich bei mir ein Trauma zeigen?“ Ach, wie gut ich diesen Satz kenne. Und doch sind sie da. Und sie kosten Kraft. Viel Kraft.Ob es deine eigenen Erfahrungen sind oder etwas, das du von Mutter, Vater oder den Großeltern mitträgst – Traumata zeigen sich selten direkt. Unser Verstand und unser System entwickeln unglaublich gute Strategien, um uns zu schützen. Niemand will freiwillig fühlen: den Schmerz, die Trauer, die Ohnmacht, dieses sich klein fühlen.

Und meistens bewegen wir uns erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wenn sich Dinge wiederholen: der dritte Unfall, der vierte Jobverlust, Beziehungen, die einfach nicht gelingen wollen. Oder wenn der Körper beginnt zu sprechen: mit Symptomen, mit Erschöpfung, mit einem Gefühl von „ich kann nicht mehr“. Manchmal rutschen Menschen in ein Burnout oder in depressive Zustände – und erst dann beginnt die Suche.

Vielleicht kennst du auch dieses Gefühl, ein Leben zu leben, das sich gar nicht wirklich nach dir anfühlt. Wir tragen oft mehr, als wir glauben. Glaubenssätze wie: „Ich muss alles alleine schaffen“
oder „Das kann ich mir nicht leisten“ Gerade Krieg, Mangel und Not haben Spuren hinterlassen, die weitergegeben wurden. Und dann sind da Gefühle, die plötzlich auftauchen Wut, die keinen klaren Ursprung hat. Ein Gefühl von Opfersein, obwohl „eigentlich alles passt“. Ein innerer Druck, eine Getriebenheit, die sich schwer erklären lässt.

Und ja – natürlich wäre es schön, wenn man das einfach wegzaubern könnte. Manches darf sich auch tatsächlich schnell lösen. Aber es gibt auch Grenzen. Vor allem zeigt sich in der Arbeit mit den Chakren oft sehr viel. In meiner Chakrenarbeit geht das, was bereit ist zu gehen. Da muss nichts erzwungen werden. Der Körper beginnt zu reagieren: Tränen fließen, Spannungen lösen sich, etwas kommt in Bewegung. Manchmal kommen Bilder oder Impulse dazu. Und manchmal ist es gar nicht wichtig zu wissen, was sich da genau löst.

Ich arbeite dabei über verschiedene Zugänge: Chakrenarbeit, Heilreisen, Frequenzräume oder auch das Lesen im Feld. Auch in Heilkreisen zeigt sich immer wieder, wie viel sich lösen kann, wenn ein stabiler Raum da ist. Da entstehen oft sehr tiefe Prozesse – und gleichzeitig eine große Erleichterung. Und trotzdem – und das ist mir wichtig: Heilung passiert nicht, indem man etwas „übergeht“. Gerade wenn es um Trauma geht, braucht es etwas Entscheidendes: das Nervensystem.

Unser System schützt sich. Und manchmal macht es einfach zu. Das heißt nicht, dass  „nichts da ist“, sondern weil es noch nicht sicher genug ist, noch nicht genur Ressourcen da sind, um es zu fühlen. Deshalb arbeite ich traumasensibel. Das bedeutet: Es wird nichts aufgebrochen. Nichts erzwungen. Und auch nichts „weggemacht“.
Sondern es darf sich in deinem Tempo zeigen.

Und dann gibt es diesen Punkt, den viele kennen: Dass man Gefühle vermeidet.Ganz bewusst oder auch unbewusst.
Durch Tun. Durch Funktionieren. Durch Ablenkung. (Netflix und Handy schauen, putzen, extrem sporteln, extrem spirituell sein, extrem meditieren,...)
Oder auch durch Rückzug oder Härte. Einfach, damit man nicht in Kontakt kommt mit dem, was eigentlich da ist. Mit den abgespaltenen Anteilen.
Mit der eigenen Verletzlichkeit.

Und gleichzeitig liegt genau dort oft der Unterschied der alles mögich macht.  Im langsamen Annähern.
Im Wahrnehmen: Was ist jetzt gerade da? Was zeigt sich im Körper? Was ist möglich zu fühlen – und was noch nicht? 

Wir haben viel erlebt. Mehr, als uns oft bewusst ist. Kindheitserfahrungen. Verletzungen. Verluste.
Und ja – auch Themen aus dem Familiensystem können eine Rolle spielen. Ob man das alles genau einordnen kann, ist nicht immer entscheidend.
Wichtiger ist: Wie geht dein System heute damit um?

Es ist nicht immer notwendig zu wissen, woher ein Gefühl kommt. Aber es ist wichtig, einen Umgang damit zu finden.
Es wahrzunehmen. Es da sein zu lassen – in einem Maß, das möglich ist. Und manchmal auch zu erkennen:Das gehört gar nicht zu mir.

Heilung ist kein Wegzaubern. Aber sie ist möglich. Dann, wenn dein System beginnt, sich sicher genug zu fühlen, um loszulassen.
Und genau dafür halte ich den Raum.

Alles Liebe
Romana

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